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SAR24 | SEARCH & RESCUE

Unfälle vermeiden und effiziente Hilfe leisten

Sicher in den Bergen unterwegs zu sein beginnt mit guter Planung, Vorbereitung und Prävention.

Wer die Route kennt, die Fähigkeiten der Gruppe einschätzt, das Wetter überprüft und die passende Ausrüstung mitführt, kann Risiken verringern und während der Tour verantwortungsvolle Entscheidungen treffen.

Am besten ist es, wenn es gar nicht erst zu Unfällen kommt. Doch selbst eine gut organisierte Tour kann durch unerwartete Wetteränderungen, Verletzungen, Erschöpfung oder Orientierungsprobleme beeinträchtigt werden. Deshalb ist es entscheidend, Gefahren frühzeitig zu erkennen, die Route anzupassen und zu wissen, wann man umkehren oder Hilfe anfordern sollte.

Im Notfall können Ruhe, eine klare Schilderung des Geschehens und eine genaue Standortangabe Leben retten. Ein schneller Notruf mit Informationen zu den betroffenen Personen und den Geländebedingungen erleichtert die Koordination von Suche, Rettung und Evakuierung.

Bei SAR24 | Search & Rescue 24/7 setzen wir uns für Prävention und Notfallvorsorge ein. Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen, die in den Bergen und in schwer zugänglichen Gebieten auf Unterstützung angewiesen sind.

Teile deine Route mit, bevor du aufbrichst

Deine Sicherheit beginnt vor dem Aufbruch: Bereite dich gut vor, teile deine geplante Route mit und nimm geeignete Kommunikationsmittel für deine Tour mit.

Wenn du eine Trekkingtour, Bergbesteigung oder Wanderung in den Bergen planst, teile im Voraus mit, wohin du gehst, welche Route du nehmen möchtest und wann du voraussichtlich zurückkehrst.

  • Gib deine Route, Abreise- und Rückkehrdaten, geplante Lagerplätze, die Anzahl der Teilnehmer sowie Kontaktdaten an.
  • Wenn du mit einer Agentur oder einem Bergführer unterwegs bist, gib auch deren Namen und Telefonnummer an.

Diese Informationen helfen uns, deine geplante Route nachzuvollziehen und im Notfall Anhaltspunkte für eine Suche zu haben. Wenn du deine Route änderst, teile dies nach Möglichkeit mit und bestätige deine Rückkehr nach Abschluss der Tour.

Hinweis: Deine Tourenmeldung hilft dabei, dich im Notfall zu finden. Sie ermöglicht keine Echtzeitortung und ersetzt keinen Notruf.
Sicherheitstipps für Bergtouren

Die sieben Sicherheitstipps von SAR24

Klicke auf einen Abschnitt, um die Details anzuzeigen:

1. Selbsteinschätzung

Schätze deine Fähigkeiten, körperliche Fitness und Erfahrung ehrlich ein. Berücksichtige auch die Voraussetzungen deiner Begleiter, insbesondere von Kindern und Personen mit wenig Bergerfahrung. Wähle eine Route, die alle sicher bewältigen können, und plane auch den Rückweg ein.

Beachte vor dem Aufbruch folgende Punkte:

  • Körperliche Fitness: Kannst du mehrere Stunden wandern, Höhenunterschiede bewältigen und deinen Rucksack tragen? Überlege, wie du dich bei kürzlich unternommenen Touren mit vergleichbarem Schwierigkeitsgrad gefühlt hast.
  • Erfahrung und technische Kenntnisse: Beurteile, ob du dich im vorgesehenen Gelände orientieren und sicher fortbewegen kannst. Gletscher, Schnee, steile Hänge und ausgesetzte Passagen erfordern eine spezielle Ausbildung und geeignete Ausrüstung.
  • Tatsächlicher Schwierigkeitsgrad der Route: Prüfe die Entfernung, die Höhenmeter im Auf- und Abstieg, die maximale Höhe, die Geländeart und die benötigte Zeit. Auch eine kurze Route kann anstrengend oder gefährlich sein.
  • Persönlicher Zustand: Berücksichtige, ob du ausreichend ausgeruht bist, körperliche Beschwerden oder Verletzungen hast oder gesundheitliche Einschränkungen bestehen, die deine Belastbarkeit beeinträchtigen könnten.
  • Akklimatisierung: Berücksichtige, wie gut sich dein Körper an die Höhe angepasst hat. Eine gute körperliche Fitness ersetzt keine ausreichende Akklimatisierung.
  • Leistungsfähigkeit der Gruppe: Passe Route und Tempo an Personen an, die mehr Zeit oder Unterstützung benötigen. Achte bei Kindern auf ihr Wohlbefinden, ihre Energie und ihre Bereitschaft, weiterzugehen.
  • Sicherheitsreserve: Plane genügend Kraft, Wasser, Lebensmittel und Zeit für den Rückweg ein. Berücksichtige mögliche Verzögerungen und plane keine Tour, bei der du an deine äußersten Leistungsgrenzen gehen musst.

Überprüfe während der Tour regelmäßig, wie du dich fühlst und wie es deinen Begleitern geht. Sprich Beschwerden frühzeitig an und lass dich bei deinen Entscheidungen nicht vom Druck leiten, unbedingt einen Gipfel erreichen oder eine Route abschließen zu müssen.

Müdigkeit, Erschöpfung und Überanstrengung erhöhen das Unfallrisiko. Die Route anzupassen oder rechtzeitig umzukehren, ist eine verantwortungsvolle Entscheidung.

2. Tourenplanung

Eine sorgfältige Planung hilft dir, die Anforderungen der Tour einzuschätzen, Schwierigkeiten vorauszusehen und sichere Entscheidungen zu treffen. Nimm dir vor dem Aufbruch Zeit, die Route zu studieren, und passe die Planung an die Erfahrung, körperliche Fitness und Akklimatisierung aller Teilnehmer an.

  • Route und Gelände: Bestimme den Ausgangspunkt, das Ziel, Wegkreuzungen, Gebirgspässe und Lagerplätze. Prüfe, ob du steile Hänge, ausgesetzte Bereiche, Flüsse, Schneefelder oder Gletscher überqueren musst.
  • Entfernung, Höhenunterschiede und Höhe: Überprüfe die Streckenlänge, die gesamten Auf- und Abstiegsmet er sowie die maximale Höhe.
  • Zeitplanung und Sicherheitsreserve: Schätze die Dauer für Hin- und Rückweg einschließlich Pausen und möglicher Verzögerungen. Lege eine verbindliche Umkehrzeit fest.
  • Aktuelle Routenbedingungen: Hole aktuelle Informationen bei lokalen Bergführern, den zuständigen Gebietsbehörden oder den Betreibern der Lagerplätze ein.
  • Wetter: Prüfe die Wettervorhersage und lege fest, bei welchen Bedingungen du die Tour ändern oder absagen musst.
  • Alternativrouten und Ausstiegsmöglichkeiten: Ermittle Stellen, an denen du die Tour verkürzen, umkehren oder Schutz suchen kannst.
  • Wasser, Lebensmittel und Lagerplätze: Ermittle Versorgungsmöglichkeiten und nimm ausreichende Reserven mit.
  • Navigation und Kommunikation: Speichere Karten für die Offline-Nutzung und überprüfe die Funktionsfähigkeit deiner Satellitenkommunikationsgeräte.

Teile deinen Plan mit einer Vertrauensperson. Übermittle ihr die Route, die Namen der Teilnehmer, die geplanten Lagerplätze sowie Datum und Uhrzeit der erwarteten Rückkehr. Vereinbare außerdem, was bei einer Verspätung zu tun ist.

3. Ausrüstung

Passe deine Ausrüstung an Wetter, Höhe, Dauer und Schwierigkeitsgrad der Tour an. Nimm Navigationsmittel, Kommunikationsgeräte und Notfallausrüstung mit:

  • Karte, Kompass oder Garmin-GPS-Gerät mit offline verfügbarer Route.
  • Satellitenkommunikationsgerät, beispielsweise Garmin inReach, zur Standortbestimmung und zum Auslösen eines SOS-Notrufs.
  • Satellitentelefon oder persönliche Notfunkbake für abgelegene Gebiete ohne Mobilfunkempfang.
  • GPS-Uhr zur Aufzeichnung der Strecke und Überprüfung des Standorts.
  • Starlink-Ausrüstung, sofern sie für die Expedition geeignet ist.
  • Erste-Hilfe-Set und Rettungsdecke oder Biwaksack.
  • Vollständig geladenes Mobiltelefon und Powerbank.
  • Signalpfeife und Stirnlampe mit Ersatzbatterien.
  • Wasserdichte und warme Kleidung, auch im Sommer.
  • Ausreichend Wasser und Lebensmittel.
4. Verhalten im Notfall
  • Bewahre Ruhe und beurteile die Umgebung: Bevor du dich einer verletzten Person näherst, erkenne Gefahren wie ausgesetzte Hänge, Gletscherspalten oder Lawinen.
  • Vermeide weitere Unfälle: Die Sicherheit der Helfenden hat oberste Priorität.
  • Leiste Erste Hilfe: Schütze die betroffene Person vor Kälte, Wind und Nässe. Vermeide unnötige Bewegungen.
  • Fordere so schnell wie möglich Hilfe an: Nutze ein Telefon oder ein Satellitenkommunikationsgerät.
  • Beschreibe den Unfall und den Standort genau: Übermittle GPS-Koordinaten, den Namen der Route, die Höhe und die Wetterbedingungen.
  • Befolge die Anweisungen des Rettungsdienstes: Beantworte Fragen klar und bestätige die erhaltenen Anweisungen.
  • Schone den Akku deines Telefons: Reduziere die Bildschirmhelligkeit, vermeide unnötige Fotos und Videos und halte das Gerät warm.
5. Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
  • Nährstoffreiche und praktische Lebensmittel: Nüsse, Müsliriegel, Trockenfrüchte und Sandwiches.
  • Iss während der Tour regelmäßig: Nutze Pausen, um deine Energiereserven aufzufüllen, bevor du erschöpft bist.
  • Trinke regelmäßig Wasser: Halte Wasser griffbereit und passe deine Trinkmenge an die körperliche Belastung an.
  • Plane die Wasserversorgung: Nimm ein Wasseraufbereitungssystem mit. Klar aussehendes Wasser ist nicht zwangsläufig trinkbar.
  • Vorräte an Wasser und Lebensmitteln: Berücksichtige mögliche Verzögerungen oder eine unerwartete zusätzliche Nacht im Freien.
6. Wettervorhersage
  • Prüfe die Vorhersage für die gesamte Tour: Berücksichtige Temperatur, Wind, Niederschlag und Sichtverhältnisse auf Gipfeln und hohen Gebirgspässen.
  • Informiere dich vor Ort: Bergführer und Berghütten können Auskunft über die tatsächlichen Geländebedingungen geben.
  • Lawineninformationen: Beurteile in verschneitem Gelände, ob du über die erforderliche Ausbildung verfügst.
  • Beobachte Wetteränderungen während der Tour: Dichte Wolken, zunehmender Wind oder Donner sind Gründe, die Situation neu zu bewerten.
  • Lege fest, wann du umkehrst: Vereinbare mit der Gruppe, bei welchen Bedingungen die Tour abgebrochen oder die Route geändert werden muss.
7. Gruppentempo und Zusammenhalt
  • Passe das Tempo an die Person an, die langsamer gehen muss.
  • Halte die Gruppe zusammen und lasse niemanden an Wegkreuzungen oder in Bereichen mit schlechter Sicht allein.
  • Beginne in einem moderaten Tempo und lege regelmäßige Pausen ein.
  • Ermutige alle Teilnehmer, Müdigkeit, Schmerzen oder Unwohlsein rechtzeitig mitzuteilen.
  • Sammle die Gruppe an wichtigen Wegpunkten, bevor ihr weitergeht.

So forderst du im Notfall Hilfe an

Mit einem Mobiltelefon kannst du einen Notfall melden, allerdings ist der Empfang in den Bergen möglicherweise eingeschränkt. Speichere die Kontaktdaten von SAR24, bevor du aufbrichst.

Direkter Kontakt zu SAR24

+51 943 081 066

Kontakt über WhatsApp

Offizielle Website

Hier findest du unsere veröffentlichten internationalen Kommunikationskanäle:

www.SAR24.org

Welche Informationen solltest du mitteilen?

Wenn du SAR24 über einen Notfall informierst, schildere die Situation ruhig und klar. Wenn du eine Information nicht kennst, sage dies ausdrücklich und teile alles mit, was du sicher bestätigen kannst.

Wo ist es passiert?

Nenne die GPS-Koordinaten, den Namen der Route, des Lagerplatzes, des Gebirgspasses oder des Berges, die ungefähre Höhe und nahe gelegene Orientierungspunkte. Sende nach Möglichkeit einen Standortlink oder einen Karten-Screenshot, auf dem die Koordinaten zu sehen sind.

Beschreibe das Wetter, die Sichtverhältnisse und Gefahren im Gelände, beispielsweise steile Hänge, Gletscherspalten, Steinschlag oder Flüsse. Teile mit, ob du dich noch am Unfallort befindest oder deinen Standort verändert hast.

Was ist passiert?

Erkläre kurz, um welche Art von Unfall es sich handelt, wann er passiert ist und wie die aktuelle Situation aussieht. Gib an, ob jemand gestürzt ist, eine Person vermisst wird, eine Verletzung vorliegt oder gesundheitliche Beschwerden das Weitergehen verhindern.

Informiere darüber, welche Hilfsmaßnahmen bereits durchgeführt wurden und ob sich die Situation verschlechtert.

Wie viele Personen benötigen Hilfe?

Nenne die Anzahl der betroffenen Personen und die Gesamtzahl der Gruppenmitglieder. Gib an, ob Kinder betroffen sind, ob sich jemand allein befindet oder ob Personen sich nicht aus eigener Kraft fortbewegen können.

Teile mit, wie viele Personen bei den Hilfsbedürftigen bleiben und sie unterstützen können.

Welche Verletzungen oder Symptome liegen vor?

Beschreibe, was du beobachtest: Bewusstseinszustand, Atembeschwerden, Blutungen, Schmerzen oder Kälteeinwirkung. Gib an, ob die Person auf Ansprache reagiert und ob sie gehen kann.

Du musst keine Diagnose stellen. Beschreibe einfach die Symptome und alle Veränderungen, die dir am Zustand der Person auffallen.

Wer meldet den Notfall?

Nenne deinen Namen und deine Telefonnummer einschließlich der internationalen Ländervorwahl. Teile mit, ob du Anrufe, WhatsApp-Nachrichten oder Satellitenkommunikation empfangen kannst und wie viel Akkuladung noch verfügbar ist.

Gib nach Möglichkeit eine zweite Kontaktperson aus der Gruppe an. Halte dein Kommunikationsgerät griffbereit und melde jede Änderung deines Standorts.