Trekking und Expeditionen
Medizinische Unterstützung durch Fernkommunikation
Im Hochgebirge, in extremen Höhenlagen, auf Gletschern, bei Expeditionen, Trekkingtouren und in abgelegenen Gebieten kann die Entfernung zu einer medizinischen Einrichtung eine sofortige Versorgung erschweren.
Die medizinische Unterstützung durch Fernkommunikation ermöglicht eine Verbindung zwischen der betroffenen Person, Expeditionspartnern, SAR-Teams, medizinischem Personal, Koordinationszentren und weiteren verfügbaren Einsatzressourcen. Informationen zum Standort, Gesundheitszustand, zu Symptomen, zum Verlauf, zur Umgebung und zum Unterstützungsbedarf können dazu beitragen, die Lagebeurteilung und die Koordination der Maßnahmen zu erleichtern.
Ein Notfall, mehrere Kommunikationswege
SAR24 kann je nach Netzabdeckung, Standort, Geräteverfügbarkeit und Umgebungsbedingungen verschiedene Kommunikationsmittel integrieren.
Mobiltelefonie
Ermöglicht eine direkte Kommunikation bei vorhandenem Mobilfunkempfang und die erste Erfassung von Informationen zu Standort, Zustand, Symptomen und Unterstützungsbedarf.
Funkkommunikation
Erleichtert die Koordination zwischen eingesetzten Teams, insbesondere in Gebieten ohne verfügbaren Mobilfunkempfang.
Satellitenkommunikation
Ermöglicht die Übermittlung von Nachrichten, Koordinaten und Lageaktualisierungen aus Gebieten außerhalb herkömmlicher Kommunikationsnetze.
SOS-Geräte
Können je nach Gerät und verfügbarem Dienst aus bestimmten abgelegenen Gebieten einen Notruf und Standortdaten übermitteln.
Welche Informationen kann das SAR-Team erhalten?
GPS und Koordinaten
Positionsdaten ermöglichen es, den Standort der betroffenen Person zu bestimmen oder näherungsweise zu ermitteln und operative Entscheidungen zu unterstützen.
Satellitennachrichten
Ermöglichen den Informationsaustausch, wenn kein herkömmlicher Mobilfunkempfang verfügbar ist.
- Wo befindet sich die Person?
- Was ist passiert?
- Wie viele Personen sind betroffen?
- Welche Symptome liegen vor?
- Kann sich die Person fortbewegen?
- Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?
- Welche Umgebungsbedingungen liegen vor?
Tracking-Plattformen
Ermöglichen die Darstellung von Positionen und Bewegungen, sofern die Geräte kompatible Positionsdaten übertragen.
- Aktuelle Position
- Zurückgelegte Route
- Bewegungsrichtung
- Zeit seit der letzten Aktualisierung
- Lager und Orientierungspunkte
- Letzte bekannte Position
- Standorte verschiedener Teams
Klinische Informationen direkt aus dem Gelände
Welche Informationen können übermittelt werden?
Wenn eine Kommunikationsverbindung verfügbar ist, können die Einsatzkräfte vor Ort relevante Informationen über den Zustand der betroffenen Person und dessen Verlauf übermitteln.
Auch das Gelände liefert wichtige Informationen
Fotos und Videos können die Koordinaten und die mündliche Beschreibung des Einsatzortes ergänzen.
Fernanleitung und Unterstützung
Während die Rettungskräfte mobilisiert werden, können die Kommunikationskanäle genutzt werden, um grundlegende operative Hinweise zu geben. Diese müssen stets an die tatsächlichen Bedingungen und die Fähigkeiten der Personen vor Ort angepasst werden.
Kontinuierliche Aktualisierung der Lage
Kommunikationsverlust
In abgelegenen Gebieten kann es aufgrund der Topografie, der Entfernung, der Wetterbedingungen, von Hindernissen, begrenzter Akkuleistung oder technischer Defekte zu einem Signalverlust kommen. Ein Kommunikationsverlust darf nicht automatisch als Verschwinden der betroffenen Person interpretiert werden. Die letzte bekannte Position, der Zeitpunkt des letzten Kontakts, die geplante Route und die Bewegungsrichtung können dazu verwendet werden, eine Suchstrategie festzulegen.
Verwaltung der Kommunikationssysteme
Akkustand
Den Ladezustand von Mobiltelefonen, Funkgeräten, GPS-Geräten, Satellitenmessengern und SOS-Geräten regelmäßig überprüfen.
Energiequellen
Externe Akkus, Powerbanks, Solarladegeräte und Ersatzbatterien berücksichtigen.
Signalverfügbarkeit
Das am besten geeignete verfügbare Kommunikationsmittel entsprechend dem Standort und den Geländebedingungen auswählen.
Satellitenabdeckung
Sicht zum Himmel, Standort und Merkmale der Umgebung berücksichtigen.
Gerätestatus
Sicherstellen, dass die Geräte betriebsbereit und korrekt konfiguriert sind.
Dauer des Notfalls
Den Energieverbrauch an die voraussichtliche Dauer anpassen und wesentliche Kommunikationsvorgänge priorisieren.
Kommunikation für Luftrettungseinsätze
Wenn Luftunterstützung infrage kommt, ermöglichen die Kommunikationskanäle die Übermittlung relevanter Informationen zur Beurteilung von Anflug, Erkundung, Aufnahme oder Evakuierung.
Kommunikation mit der weiterführenden Versorgungsebene
Wenn eine Person medizinisch evakuiert werden muss, können die während des Einsatzes erhobenen Informationen an die Einrichtung oder medizinische Einheit übermittelt werden, die den Patienten übernimmt. Dadurch wird die Kontinuität des Informationsflusses zwischen den verschiedenen Ebenen der Notfallversorgung unterstützt.